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Sonntag, 13. Dezember 2015

Dresden im Advent

Das 3. Adventswochenende verbringe ich in Dresden. Das Wetter ist noch weit von weihnachtlich entfernt, dennoch begebe ich mich auf die Suche nach vorweihnachtlicher Stimmung. Und wo geht das besser als auf dem Weihnachtsmarkt? Wer nun denkt, dass es in Dresden nur den Striezelmarkt gibt, der liegt falsch. Der Striezelmarkt ist wunderschön, aber doch recht eng und gerade am Wochenende auch häufig überlaufen. So geht es heute in die Dresdner Neustadt auf den Augustusmarkt auf der Hauptstraße. Hier gibt es neben regionalen Spezialitäten und Erzgebirgsschnitzereien auch viele internationale Stände mit Handwerkskunst und Speisen und Getränken. Zwischen den Verkaufsständen gibt es immer wieder sogenannte Verweilpagoden, kleine Zelte, in denen Biergartengarnituren aufgebaut sind, so dass man die Leckereien einigermaßen warm und vor allen Dingen auch im Trockenen genießen kann. Wobei ein Dach über den Kopf heute nicht nötig ist, im Gegenteil, wir genießen die Sonnenstrahlen, während wir unsere winterlichen Heißgetränke trinken. Später essen wir noch südamerikanische Empanadas mit Käsefüllung. Natürlich kaufen wir auch ein: einen Kokosstriezel, einen Holzstern aus dem Erzgebirge für meine Fensterdekoration (Weihnachtsgeschenk von meiner Mutter für mich), da ich meinen großen Herrnhuter Stern in meiner Wohnung nicht aufhängen kann und dann entdecken wir - unabhängig vom Weihnachtsmarkt - noch eine neue eröffnete Filiale von Möbel Wikinger. Hier gibt es noch ein Dekogeweih für meine Wohnungstür.

Augustusmarkt Dresden

Augustusmarkt Dresden

Augustusmarkt Dresden

Augustusmarkt Dresden

Augustusmarkt Dresden

Augustusmarkt Dresden

Am Abend geht es noch einmal mit Freunden in die Stadt. Diesmal treffen wir uns an der Prager Straße, laufen aber am Striezelmarkt vorbei zu dem Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche. Hier kosten wir Baumstriezel und lassen uns dann von der Menge durch die Münzgasse bis zur Elbe treiben. Sobald wir aus dem Trubel raus sind, wird es doch kühl. Im Laufschritt geht es über die Augustbrücke und wir landen wieder auf dem Augustusmarkt, der aber - wie jeder Weihnachtsmarkt - in der Dunkelheit in einem ganz anderem Glanz erstrahlt. Wir kosten holländische Mini-Pfannkuchen Poffertjes und trinken heiße Zitrone. Außerdem gibt es noch einen Kartoffelspieß für mich und einen Fleischspieß vom Kosakenhof für die anderen. Obwohl es für Dezember recht warm ist, werden die Füße trotzdem irgendwann kalt, so dass wir dann mit vollen Magen den Heimweg antreten.

Striezelmarkt Dresden

Weihnachtsmarkt an der Frauenkriche

Augustusmarkt Dresden - Weihnachtsbeleuchtung in den Wohnhäusern

Augustusmarkt Dresden - der traditionelle blaue Baum

Zum 3. Advent gibt es unser jährliches Weihnachtsessen mit der Familie. Heute treffen wir uns im Restaurant Antik am Schillerplatz. Die internationalen Köstlichkeiten, die die Homepage verspricht, gibt es zwar nicht, dafür aber verschiedene weihnachtlich anmutende Gerichte, wie Gänsebrust und Gänsekeule oder auch Rouladen. Zudem besticht die gemütliche Einrichtung durch allerhand Prunkvolles, Antiquitäten, Gemälde, Ramsch und mehr. Eine Besichtigung dieses Allerlei verkürzt die Wartezeit, bis das Essen kommt. Ich überlege kurz, ein Jura-Studium zu beginnen, denn die Justitia-Bronze, die es übrigens in verschiedenen Größen, von Justitia To-Go bis nicht-mehr-alleine-tragbar gibt, hat es mir angetan und würde sich in der eigenen Kanzlei sicher gut machen. Leider fällt mir auch gleich wieder ein, dass Recht nicht mein liebstes Fach während meines VWA-Studiums war. Also werde ich wohl Justitia zum Trotz doch keine Juristin.

Restaurant Antik, Dresden

Restaurant Antik, Dresden

Restaurant Antik, Dresden

Restaurant Antik, Dresden

Restaurant Antik, Dresden

Restaurant Antik, Dresden

Restaurant Antik, Dresden

Samstag, 1. August 2015

Kaisermania 2015

Den perfekten Start in den Urlaub bildet die Kaisermania. Einer der Höhepunkte des Jahres für viele Dresdner. Auch wir hatten direkt nach dem Konzert letztes Jahr unsere Karten für dieses Jahr gekauft. Das ist auch gut so, denn wieder waren die Karten direkt am ersten Tag des Verkaufsstarts ausverkauft. Der Samstagstermin ist immer noch zusätzlich ein Highlight, weil an diesem Tag das Konzert live im MDR übertragen wird. Und ich vermute, dass der MDR an diesem Abend höhere Einschaltquoten hat als im gesamten restlichen Jahr.

Ich fahre also nach der Arbeit los nach Dresden. Mein erstes Highlight sind meine Einparkkünste. Die Lücke sah beim Vorbeifahren viel größer aus, trotzdem bin ich direkt beim ersten Mal reingekommen - natürlich ohne Parkassistent. Das muss dokumentiert werden (mir gehört der anthrazitfarbene Skoda Octavia).


Um gute Plätze für das Konzert zu kriegen sind wir schon gegen 18 Uhr da, noch bevor der Einlass überhaupt geöffnet hat. Aber vor uns sind genug Menschen, die sofort die ganzen Treppenstufen restlos in Beschlag nehmen. Letztlich finden wir einen sehr guten Platz direkt neben der Bar, so dass der Radlernachschub auch gesichert ist.

Roland Kaiser Radler

Die Atmosphäre stimmt schon mal

Und weil das Konzert heute ja live im Fernsehen übertragen wird werden wir von einem mittelmäßige Moderator vorher eingewiesen, dass wir auch auf jeden Fall jubeln, wenn es dann soweit ist und Roland Kaiser die Bühne betritt. Was natürlich völlig überflüssig und sinnlos ist, denn jeder, der schon mal so ein Konzert mit verfolgt hat weiß, dass die Massen ausrasten, wenn es los geht und die ersten Hits angestimmt werden. Aber gut. Wir üben also La-Ola-Wellen und auch das völlig veraltete "Gebt mir ein R - R - gebt mir ein O - O..." Der schlechteste Moment von dieser miesen Stimmungsaufheizung war allerdings die folgende Aufforderung des Moderators "Auf drei: ...3, 2, 1". Ich hatte das Bedürfnis, dem Denkvermögen des Herren durch ein paar leichte Schläge auf den Hinterkopf auf die Sprünge zu helfen. Zum Glück war sein Teil der Show recht schnell vorüber, die Übertragung begann und das Publikum jubelte. Das Konzert ist für mich besser als letztes Jahr, wo ich ja schon etwas enttäuscht war. Dieses Jahr passt die Songauswahl besser und die Stimmung ist einfach durchgehend gut. Außerdem unterstützt Maite Kelly bei zwei Liedern und macht auch gut Stimmung.

Kaisermania

Roland Kaiser zusammen mit Maite Kelly

Kaisermania

Kaisermania vor einer traumhaften Kulisse

Bis zum nächsten Mal!

Knapp drei Stunden dauert die Party. Mit einem Feuerwerk verabschiedet Roland Kaiser sich bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt Kaisermania bei den Filmnächten am Elbufer.

Sonntag, 5. April 2015

Osterspaziergang


Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;

Im Tale grünet Hoffnungsglück;

Der alte Winter, in seiner Schwäche,

Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur

Ohnmächtige Schauer körnigen Eises

In Streifen über die grünende Flur;

Aber die Sonne duldet kein Weißes:

   Überall regt sich Bildung und Streben,

Alles will sie mit Farben beleben;

Doch an Blumen fehlts im Revier,

Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen

Nach der Stadt zurück zu sehen!

Aus dem hohlen finstern Tor

Dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

Denn sie sind selber auferstanden,

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,

Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,

Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

Aus der Straßen quetschender Enge,

Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge

Durch die Gärten und Felder zerschlägt,

Wie der Fluß in Breit und Länge

So manchen lustigen Nachen bewegt,

Und, bis zum Sinken überladen,

Entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges fernen Pfaden

Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,

Hier ist des Volkes wahrer Himmel,

Zufrieden jauchzet groß und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

- Johann Wolfgang von Goethe -
(Faust. Der Tragödie erster Teil. Vor dem Tor)

Zugegeben, es ist schon eine Weile her, seit ich den Osterspaziergang in der Schule vorgetragen habe. Aber irgendwie erschien er mir passend als Einstieg für diesen Blogeintrag, denn genau solche Spaziergänge habe ich über Ostern in Dresden gemacht. Auch meine Schwester und mein Neffe waren da. Wie schon zu meiner Kindheit gingen wir am Ostersonntag in den Waldpark, um da die Osterüberraschungen zu verstecken. Zum Glück hatten wir schönsten Ostersonntagssonnenschein.

Fotosession als Ablenkung, während die Osternester versteckt werden

Fotosession als Ablenkung, während die Osternester versteckt werden

Fotosession als Ablenkung, während die Osternester versteckt werden

"Ich hab da was gefunden..."

Fotosession als Ablenkung, während die Osternester versteckt werden

"Ob da noch mehr versteckt ist?"

"Ich suche mal lieber gründlich."

Außerdem habe ich ein bißchen mit meiner neuen Kamera gespielt und Fotomotive gesucht.

Osterspaziergang

Das Amselweibchen badet sich in der Pfütze...

... während das Männchen lieber zuschaut

Star ganz nah

Stillleben auf dem Gelände der Uniklinik

Forsythie

Osterspaziergang

Osterspaziergang

Osterspaziergang

Osterspaziergang

Osterspaziergang

Osterspaziergang

Osterspaziergang

Nach dem Mittag ging es mit meinem Vater und meinem Neffen an die Elbe, wo ich noch ein paar Fotos geschossen habe.

Dresden Johannstadt - Blick zur Waldschlösschenbrücke

Dresden Johannstadt - Blick zur Altstadt/Neustadt mit Skulptur "Undine geht"

Dresden Johannstadt - Blick zur Altstadt/Neustadt mit Skulptur "Undine geht"

Dresden Johannstadt - Blick zur Altstadt/Neustadt mit Skulptur "Undine geht"

Dresden Johannstadt - Fährsteg

Dresden Johannstadt

Dresden Johannstadt - Hier waren Bieber am Werk

Dresden Johannstadt - Na, wer kennt es noch?

Dresden Johannstadt - Blick zur Waldschlösschenbrücke

Dresden Johannstadt - Blick zur Neustadt

Dresden Johannstadt - Sturmschäden

Dresden Johannstadt

Dresden Johannstadt

Dresden Johannstadt

Dresden Johannstadt

Dresden Johannstadt mit Frauenkirche

Dresden Johannstadt

Wacholderdrossel

Wacholderdrossel

Ich fotografiere nur für mich, aber auch wenn ich nur knipse, freue ich mich, wenn dabei gute Ergebnisse rauskommen. Meine alte Kamera ist so träge, dass die besten Motive verschwunden waren, bis sie endlich bereit war. Eine Spiegelreflexkamera brauche ich nicht, einerseits, weil ich sie nicht ständig mitschleppen will, andererseits würde ich einen Großteil der Funktionen eh nicht nutzen. Aber es sollte schon eine gute Kompaktkamera sein. Entschieden habe ich mich für eine Panasonic Lumix DMC-TZ61. Das TZ steht bei Panasonic für Traveller Zoom - was wäre passender für mich?! Und ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Qualität der Fotos. Hier noch eine Auswahl der Bilder, die an den Ostertagen in Dresden bzw. danach in Nürnberg entstanden sind.

Nebelkrähe

Vollmond (04.04.2015)

Ausblick aus dem 11. Stock auf die Dresdner Neustadt und die Fähre

Sonnenuntergang in Dresden

Martin-Luther-Kirche im Regen

Abnehmender Mond

Baumliebe

Frisch geschlüpft...

Pusteblume