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Freitag, 27. März 2015

Pulau Lankayan - Sandakan - Kuala Lumpur

Der Wecker klingelt um 05:30 Uhr, weil das einzige Boot von Lankayan zurück nach Sandakan um 07:00 Uhr abfährt. Der Sonnenaufgang macht uns den Abschied noch einmal richtig schwer. Die Stimmung auf dem Boot ist sehr ruhig, zum einen, weil wir alle noch ein wenig müde sind, zum anderen schleicht sich aber zumindest bei mir auch schon der eine oder andere wehmütige Abschiedsgedanke ein.

Abschied vom Paradies

Abschied vom Paradies

Abschied vom Paradies

Am Pier erwartet uns Rahman wieder. Da unser Flug nach Kuala Lumpur erst später geht, nutzen wir noch die Zeit und machen eine kurze Tour durch Sandakan. Zunächst besichtigen wir den Tempel der Che Siang Khor Moral Uplifting Society, danach geht es in das Kampung (= Dorf) Buli Sim Sim, ein Wasserdorf an der Küste Sandakans. Die Häuser hier sind auf Stelzen gebaut und über Plankenwege miteinander verbunden. Hier leben die Fischerfamilien noch wie zu der Zeit, als die Stadt 1879 entstanden ist. Ein wenig merkwürdig ist es schon, den Leuten direkt Wohnzimmer zu schauen. Nach dem Wasserdorf besuchen wir noch die Markthalle, wo wir ein wenig durchbummeln. Zum Abschluss unserer Minitour durch Sandakan geht es noch zur St. Michael’s and All Angels Church, der ältesten Steinkirche Sabahs. Wir beenden unseren Kurzbesuch in Sandakan im English Tea House, wo wir noch einmal einen tollen Blick auf die Sulu Sea haben und gemütlich im Pavillion sitzen und essen können. Leider gibt es weder Thunfisch, noch Lasagne oder Beef, so dass sich fünf von sechs Leuten ein Alternativgericht auf der Karte suchen müssen, die insgesamt nur ca. 6 Hauptgänge im Angebot hat. Nicht so einfach, aber wir finden für jeden etwas und können so unsere letzten Momente auf Borneo voll auskosten.

Che Siang Khor Moral Uplifting Society Temple

Che Siang Khor Moral Uplifting Society Temple

Aussicht vom Che Siang Khor Moral Uplifting Society Temple

Wasserdorf Buli Sim Sim

St. Michael’s and All Angels Church

English Tea House

Wir müssen uns nun von Borneo und auch von Rahman verabschieden. Für uns geht's zum Flughafen und von da wieder auf die westmalaysische Halbinsel nach Kuala Lumpur. Vom Flugzeug aus haben wir noch einmal einen fantastischen Blick auf die Landschaft Borneos und den Mount Kinabalu.

Borneos Fluss- und Dschungellandschaft

Mount Kinabalu

In Kuala Lumpur werden wir von einem Fahrer am Flughafen erwartet. Die Fahrt zum Piccolo-Hotel in der Innenstadt dauert eine gute Stunde. Als wir unsere Zimmer beziehen, erwartet uns gleich die erste Überraschung: die Zimmer sind sehr offen gestaltet, d. h. es gibt kein abgeschlossenes Badezimmer, sondern nur eine Milchglastür zur Toilette und zur Dusche. Für Gemeinschaftszimmer ist das eher unpraktisch, aber auch dafür finden wir eine Lösung. Wir machen uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal für unser Abendessen. KL ist laut und voller Trubel, überall leuchtet und blinkt es, es sind tausende Menschen unterwegs und wir lassen uns für kurze Zeit mitreißen. Noch während wir die vielen Eindrücke aufnehmen, erklingen plötzlich am Straßenrand die ersten Akkorde von "Sweet Child o' Mine", was Angie mit Gitarrenbegleitung von den Rungus auch im Longhouse gesungen hat. Die Band ist wirklich gut und die Sängerin eine echte Rockröhre. Spätestens jetzt ist das Lied mit auf unserem ganz persönlichen Malaysia-Soundtrack gelandet. Später gibt es endlich mal wieder etwas anderes als lokales Gemüse mit Reis. Burger, Pizza und Spaghetti Carbonara sind heute unsere Favoriten. Und später natürlich noch ein Bier in einer Bar unweit von unserem Hotel. Und ein wichtiger Punkt auf der To-Do Liste wird abgehakt: die Jungs finden Tiger-Shirts, die sie sich gemäß der Tradition, aus jedem Urlaubsland ein Shirt der lokalen Biermarke zu haben, natürlich kaufen.

Unser offen gestaltetes Hotelzimmer

Klar, dass man sich bei einem Namen mit drei (!!!) Buchstaben schon mal verschreibt. Und das, obwohl ich den Name buchstabiert habe!!!

Erste Eindrücke von KL bei Nacht

Donnerstag, 26. März 2015

Paradise Island

Wie schon auf der Pulau Gaya steht auch hier ein Teil der Gruppe zeitig auf, um noch vor dem Frühstück ein Bad im Meer zu nehmen. Danach treffen wir uns alle um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Den Vormittag verbringen wir wieder mit Kajak fahren bzw. baden und sonnen.

Lankayan Island Dive Resort

Lankayan Island Dive Resort

Kajaktour einmal um die Insel

Paradiesselfie

Relaxen im Paradies

Für den Nachmittag haben wir uns für eine Schnorcheltour angemeldet. Mit dem Boot geht es etwas raus auf's Meer. Es ist sehr windig und das Boot schaukelt schon ordentlich. Warum wir uns ein Handtuch mitgenommen haben wissen wir nicht, denn nach der ersten Welle ist alles im Boot klatschnass. Im Wasser merkt man den Wellengang auch deutlich, ich krieg ständig Salzwasser in den Schnorchel und kann dadurch die Unterwasserwelt kaum genießen. Ich bin froh, als ich wieder auf dem Boot sitze, aber auch das schaukelt nach wie vor gewaltig, so dass sich der Magen schon etwas dreht. Jessi und Angie geht es nicht anders, so dass wir froh sind, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Wellengang der Übelkeit

Vronie und Roland macht der Wellengang nichts aus, so dass sie auch von der Insel aus noch einmal ins Wasser gehen und hoffen, hier auch Schildkröten zu sehen. Jessi, Micha und ich bleiben dagegen lieber am Strand und Angie schnorchelt etwas im flachen Wasser, bevor sie später gemeinsam mit Jessi noch dieses Kunstwerk in den Sand zaubert.


Unseren letzten Abend hier verbringen wir wieder auf der Terrasse der Hotelbar (diesmal wieder mit dem guten Tiger-Bier) und später dann noch auf dem Balkon von Angie und Micha. Nachts schlafen wir bei offener Balkontür, was herrlich ist, weil das Wellenrauschen für paradiesische Träume sorgt.

Unser letzter Abend im Paradies

Unser letzter Abend im Paradies

Mittwoch, 25. März 2015

Bountyinsel Lankayan

Um sieben Uhr ist heute Abfahrt von der Lodge mit dem Boot nach Sukau. Von hier geht es mit dem Bus wieder nach Sandakan zum Hafen, wo wir bereits vor zwei Tagen schon waren. Doch heute ist nicht der Dschungel unser Ziel, sondern die Pulau Lankayan. Mit einem Speedboot fahren wir ca. 1,5 Stunden über die Sulu Sea, bis wir die kleine Insel vor der Nordostküste Borneos erreichen. Die Bootsfahrt macht total Laune und das Gefühl der Freiheit ist unbeschreiblich. Lankayan ist eine Trauminsel, wie aus der Bountywerbung. Die einzige Bebauung hier ist das Lankayan Island Dive Resort, in welchem wir auch die nächsten Tage untergebracht sind. Als wir ankommen zieht gerade noch eine dicke, graue Wolke am Himmel entlang, was den ersten Eindruck etwas trübt. Aber schnell ist sie auch verschwunden und wir sind begeistert von unseren Zimmern, der Anlage und den Schildkröten, die des Öftern direkt vor einem aus dem Meer auftauchen, kurz nach Luft schnappen und wieder abtauchen. Neben der Zimmertür können Schilder aufgehängt werden, die das Hotelpersonal darauf hinweisen, dass man gerne informiert werden möchte, wenn die Schildkröten zur Eiablage an Land kommen oder Jungtiere ins Meer gelassen werden. Leider erleben wir während unseres Aufenthalts hier keinen der beiden Momente.

Lankayan Island Dive Resort

Lankayan Island Dive Resort

Schildkrötenbesuch


Beim Mittag werden wir direkt zu einem großen Tisch geführt, der schon für unsere Gruppe reserviert ist. Sehr zuvorkommend. Trotzdem merkt man hier natürlich schon, dass viel mehr Touristen unterwegs sind. Das Buffet ist reichhaltig und vielseitig, wir werden alle gut satt und freuen uns, dass es auch ein paar westliche Gerichte gibt. Nach dem Mittag brechen wir zur Inselerkundungstour auf. Nach ca. 15 Minuten haben wir die Insel einmal umrundet. Danach müssen wir natürlich noch ins Meer hüpfen, schließlich ist das hier auch ein Badeurlaub.

Lankayan Island Dive Resort

Lankayan Island Dive Resort

Lankayan Island Dive Resort

Rundgang auf Lankayan

Rundgang auf Lankayan

Rundgang auf Lankayan

Neben dem Appartment Nr. 26 (da wohnen Jessi und Roland) ist die Nr. 27, die Militärstation der Miniinsel

Einfach paradiesisch...

Den Abend lassen wir gemütlich an der Hotelbar ausklingen. Jedoch sind wir nach unserem Bierexperiment (Anchor anstatt Tiger) so müde, dass wir relativ zeitig ins Bett gehen.