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Freitag, 3. April 2015

Vroni berichtet: Abschied von KL und Malaysia

Am nächsten Morgen festgestellt, dass ich immer noch nicht Laufen kann. Ich wollte noch nach China Town und zum Central Market, außerdem hatte ich ja noch den ganzen Tag vor mir. Bis Mittags hab ich noch den Pool genützt und den Ausblick von dort über die Stadt genossen. Dann musste ich aus dem Hotel, weil auch hier kein Late- Check- Out möglich war, obwohl ich´s bei der Buchung als Wunsch angegeben hatte. Die beste Alternative war wohl für den restlichen Tag ein Hop-on-Hop-off Ticket – das man auch hier sooooo viel im Stau steht hab ich nicht bedacht – egal, laufen konnte ich ja eh nicht. In China Town bin ich zwar ausgestiegen, aber nicht besonders weit gekommen. Außerdem nochmal bei den Petrona Towers, um Fotos zu schießen und einen kurzen Blick in das größte ShoppingCenter Kuala Lumpurs zu werfen.

Petronas Twin Towers

Meine Stadt ist das hier nicht – das habe ich aber schon beim ersten Aufenthalt gemerkt und wollte dann doch einfach nur heim – das passiert mir im Urlaub selten – eigentlich will ich meistens noch bleiben und bin traurig, wenn ich heimfahren muss. Nach einem frühen Abendessen (mal wieder indisch mhmh :-)) hole ich mein Gepäck und mach mich auf den Weg zum KL Sentral – wieder mit dem Hop-on-Hop-off Bus, das Ticket hatte ich ja eh und ob ich mit dem Taxi oder mit dem Bus im Stau stehe ist auch schon egal. Am KL Sentral mit dem Express super schnell am Flughafen. Die Zeit bis zum Abflug um 0.05 Uhr verging doch schnell und im Flugzeug sitze ich neben einem netten Geschäftsreisenden. Schlafen kann ich gut und so lande ich am Samstag, 04. April 2015 bei 5°C in Frankfurt – brrrrr – hatte ganz vergessen wie sich nasskaltes Wetter anfühlt.

P.S. Der kaputte Fuß wurde übers Osterwochenende wieder gut mit viel Voltaren schmieren und Arnica- Globulis essen :-)

(written by Vroni)

Donnerstag, 2. April 2015

Vroni berichtet: Kaputter Fuß als Geburtstagsgeschenk? Nein - dann lieber das super Essen beim besten Inder KLs

Fuß leider nicht besser – ich humple nach den kleinen Frühstück zur nächsten Bank – außerdem will ich UNBEDINGT noch eins der StreetArts sehen. Nach einer halben Stunde durch die Straßen humpeln und suchen, reicht es mir allerdings, Rischkafahrer ist um diese Zeit auch noch keiner unterwegs, also humple ich zurück zum Guesthouse. Und siehe da: eine Straße weiter stoße ich tatsächlich doch noch auf das gesuchte Street Art.

StreetArt in Georgetown

StreetArt in Georgetown

Zurück im Guesthouse beschließe ich, unmöglich bis zum Busbahnhof laufen zu können und buche zum Busticket einen Abholtransfer. Das funktioniert zwar alles sehr gut – dauert aber EWIG. Bis ich endlich im Bus nach KualaLumpur bin, sind zwei Stunden vergangen. So bin ich erst am frühen Abend in KL – der Bus lässt uns wieder irgendwo in der Nähe des Busbahnhofs an einer 6-spurigen Straße raus – für was haben die den Busbahnhof eigentlich??? Und nachdem ich nach wie vor mit dem rechten Fuß nicht gut auftreten kann, nehme ich mir ein Taxi zum Luxus- Geburtstags- Hotel, das ich mir für heute gegönnt habe. An der Rezeption sind sie nicht besonders freundlich – aber das sind wir ja aus schicken 4- Sterne- Hotels schon gewöhnt – trotzdem ist der Unterschied zu den Guesthouses der letzten Tage erheblich.... Schnell auf's Zimmer, um noch in den Roof- Top- Pool zu hüpfen, der um 19 Uhr schließt. Das Hotel ist schon recht schick, aber auch ein wenig verwohnt – und der Pool ist zwar schön und groß und die Aussicht ist super, aber es wirkt trotzdem irgendwie ein wenig schäbig. Laufen kann ich immer noch nicht – das Essen im Hotel ist teuer und es gibt nur ein asiatisches Gericht, darum beschließe ich, zum Abendessen doch noch loszuziehen. Der erste Laden, an dem ich vorbei komm, ist dunkel und es sitzen nur indische Männer darin – da trau ich mich nicht rein. Also humple ich noch eine Ecke weiter, wo wieder ein indisches Restaurant ist, das teuer aussieht – aber weiter komm ich einfach nicht, außerdem ist ja mein Geburtstag, da kann man auch mal in ein teures Restaurant gehen :-). Zum Glück bin ich einigermaßen ordentlich angezogen – das ganze Restaurant ist voller reicher, gut angezogener Menschen. Ich verziehe mich an einen Tisch auf der Terrasse – die Kellner freuen sich, glaub ich, dass auch mal jemand „Normaler“ zu Ihnen kommt. Alle 5 min steht jemand des Personals bei mir am Tisch, um ein paar Takte mit mir zu reden, selbst der Chef persönlich kommt vorbei :-). Auch wenn ich mir dabei blöd vorkomme, bin ich doch auch gerührt. Das Curry ist der absolute Hammer und ein würdiges Geburtstagsabendessen und die Rechnung zwar hoch, aber mir das war´s auf jeden Fall wert. Später im Reiseführer habe ich gelesen dass ich beim besten Inder in KL war :-). Zurück wollte ich mit dem Taxi – weit und breit keins in Sicht, nochmal hoch und ein Taxi rufen lassen wollte ich auch nicht, die hätten vermutlich eine Luxus- Limosine kommen lassen und es sind ja nur 10 min zu laufen bzw. zu humpeln. Auf der pseudoschicken Roof Top Bar, mit einem coolen Blick über KL noch ein überteuertes Heineken getrunken (Tiger gab´s leider keins) und mit der Heimat gewhatsappt. Irgendwann haben sie mich dann rausgeschmissen weil ich nicht noch ein sau- teures- Bier trinken wollte... komischer Laden ;-)....

Geburtstagsgeschenk mit Aussicht über KL

(written by Vroni)

Mittwoch, 1. April 2015

Vroni berichtet: Coole Wanderung mit netter Bekanntschaft im Penang National Park

Ich beschließe mir ein Penang Hop-on Hop-off Ticket zu holen, das nicht nur alle Sehenswürdigkeiten in der Stadt abklappert, sondern auch raus auf die Insel fährt und ich somit auch was davon sehe. Ganz im Norden gibt es einen Nationalpark, außerdem kann man durch den botanischen Garten zum Penang Hill laufen. Im Reiseführer wird allerdings empfohlen, nicht alleine zu wandern -besonders als Frau. Ich mache mich mal trotzdem auf den Weg – in der Stadt mag ich auf keinen Fall den ganzen Tag verbringen. Nach ewigen Warten auf den Bus, der sich dann schrecklich langsam durch den Stau in der Stadt kämpft, bin ich am späten Vormittag am Eingang des Nationalparks und stehe unschlüssig vor der Infotafel herum – soll ich mich allein auf den Weg machen? Hinter mir sind zwei deutsche Mädls, die überlegen welchen Weg sie nehmen – ich spreche sie an und die beiden sind gleich ganz begeistert und würden sich freuen, wenn ich mit ihnen mitwandere. Voll cool! So machen wir uns bei schwül heißen 32°C auf den Weg zum Turtle Beach. Die Wanderung durch den Dschungel macht Spaß, obwohl wir Schwitzen wie die Blöden – die beiden sind ebenfalls auf Weltreise und haben viel zu erzählen und sind super nett, wir sind sofort auf einer Wellenlänge. Die beiden bestätigen mir übrigends auch, dass man von Indern und Bangladelis als Frau gruselig angeglotzt wird – ihnen beiden geht’s genauso. Nach zwei Stunden kommen wir an einen wunderschönen, einsamen Strand – Schildkröten sehen wir keine, dafür aber JellyFish im Meer. Somit fällt die Abkühlung im Meer aus, wir suchen uns ein gemütliches Plätzen auf einigen Felsen – genießen die Ruhe, die Natur und den Blick aufs Meer.

Penang National Park

Die beiden teilen ihr Mittagessen mit mir – es gibt Schokokekse und salzige Kekse :-) - ich sag ja: voll auf einer Wellenlänge :-). Wir ratschen gefühlt stundenlang und als wir nach der zweistündigen Wanderung zurück zum Eingang kommen, ist es tatsächlich schon 16 Uhr. Wir trinken noch eine Cola zusammen und dann nehmen die beiden den öffentlichen Bus zurück nach Georgetown, während ich auf meinen Hop- on- Hop- off Bus warte. Die Zeit reicht jetzt nicht mehr, auch noch auf den Penang Hill zu wandern, außerdem bin ich auch müde und so beschließe ich noch einen große Tempelanlage in Georgetown anzuschauen. Was ich dabei nicht mit eingerechnet habe ist der STAU in Georgetown – ich hab immer wieder überlegt auszusteigen und zu Fuß zu laufen – da wär ich auf jeden Fall schneller gewesen..... Als ich am Tempel ankomme ist es dunkel und es gewittert schon wieder. Darum fahre ich doch weiter zurück in die Stadt – total ausgehungert nehme ich den ersten Straßenstand der kommt und esse so leckere Nudeln mit Garnelen, dass ich mir noch eine zweite Portion kaufe. Ein junger Finne setzt sich zum Essen zu mir und auf den kleinen Plastikstühlen philosophieren wir über das Leben :-). Im strömenden Regen versuche ich noch einen Bankautomat zu finden, weil ich beim Abendessen meine letzten Ringit verbraucht habe. Leider ohne Erfolg – also zurück zum Guesthouse, das muss morgen Früh auch noch reichen. Ganz allein im ganzen Guesthouse ist zwar ein wenig gruselig, aber schlafen kann ich trotzdem gut. Nur den rechten Fuß habe ich mir beim Wandern verdreht – mit einer dicken Voltaren- Schicht draufgeschmiert, hoffe ich dass es morgen besser ist.

(written by Vroni) 

Angie & Micha berichten: Frankfurt - verspätete Heimkehr

Da war er also. Der längste Geburtstag meines Lebens. Leider begann er am Gate und das Boarding begann erst gegen 1 Uhr, bei geplanter Abflugzeit um Mitternacht. Aber irgendwann ging es dann los und wir flogen in Richtung Heimat.

Am Morgen (Deutsche Zeit) gab es von der Lufthansa ein Geburtstagsfrühstück mit Champagner für uns. Es gab ein Tablett mit netten Süßigkeiten und die Stewardess hat Fotos von uns gemacht.

Von der Lufthansa gab es Champagner zum Geburtstag

In Frankfurt gelandet zeigte sich das Chaos durch den Orkan anhand der verspäteten und ausgefallen Züge bei der Bahn. So hatten wir gar keine Zeit, uns richtig zu verabschieden, da Angie sofort in den nächsten Zug springen musste, kaum dass wir am Gleis waren.

Ich hatte dann noch die üblichen 60 Minuten Wartezeit, um endlichen einen Zug zu kriegen und kam endlich zuhause an.

(written by Micha)

Dienstag, 31. März 2015

Vroni berichtet: Unesco Weltkulturerbe Georgetown auf der Insel Penang

Nach dem Frühstück geht es wieder zum „Busbahnhof“, also zur Hauptkreuzung – es klappt aber einwandfrei, das Ticket nach Georgetown habe ich schon im Hostel gekauft. Im Bus sind dieses Mal mehr Einheimische als Touristen – es wird wieder auf 12°C runtergekühlt und im Fernsehen laufen abwechselnd Bollywood- Filme und amerikanische Action Filme. Ich habe keine Auskunft bekommen, wo in Georgetown der Bus hält – im Reiseführer steht, dass die meisten Busse in Butterworth halten und man mit der Fähre nach Georgetown auf der Insel Penang fährt. Ich lass mich überraschen und wir werden mitten auf der Straße in Georgetown am KOTMAR- Buildung aus dem Bus geworfen. Zum Glück habe ich einen Stadtplan in Jessis Reiseführer – hier fällt die Orientierung deutlich schwerer. Georgetown ist eigentlich fast eine Großstadt – es ist hier laut, viele Autos und Menschen auf der Straße. Einen Bürgersteig findet man in den engen Straßen nicht – auf dem Weg zum Guesthouse sehe ich schon ein paar der netten alten Häuser, die zum Unesco- Weltkulturerbe gehören und ein paar der Street- Arts, für die Georgetown ebenfalls berühmt ist. Das 33 Stewart Guesthouse liegt in einer kleinen Seitenstraße zur Love Lane, der Touri- Straße schlechthin. Die Mitarbeiterin empfängt mich sehr freundlich und das Dorm ist mit Schlafnischen ausgestattet – man hat tatsächlich ein wenig Privatsphäre – was aber überhaupt nicht nötig ist, da in der ersten Nacht nur eine anderer Reisende mit mir das Dorm teilt – in der zweiten Nacht bin ich ganz allein. Nach einem Tee mache ich mich auf den Weg, Georgetown zu erkundigen und bin schnell enttäuscht – auch wenn die Häuschen ganz nett sind und es viele schöne Tempel, Moscheen und Kirchen gibt, ist es halt einfach eine laute Stadt und wieder werde ich als alleinreisende Frau, vor allem von Indern und Bangladelis, penetrant angeglotzt.

Georgetown

Zum Abendessen laufe ich planlos durch die Straßen – so richtig anlachen tut mich hier nichts – schließlich gehe ich in ein Restaurant, nur weil eine süße Katze davor sitzt. Die Besitzerin begrüßt mich super freundlich – da stört es mich auch nicht, dass die Speisekarte nur italienische Pizza und Pasta hat – das war eigentlich nicht mein Plan :-). Die Pizza schmeckt auch gut, in jeder kleinen Arbeitspause kommt entweder die Besitzerin oder ihr Mann zum Ratschen vorbei – sie sind sehr herzlich und als es zum Schütten anfängt bestell ich mir noch ein Bier und verwerfe den Plan, vor dem Dunkeln wieder im Guesthouse zu sein. Im Laufe des Abends kommt die ganze Familie der Besitzer zum Ratschen vorbei – die beiden Kinder und sogar die Oma begrüßt mich und freut sich wahnsinnig jemanden aus Deutschland kennenzulernen. Anschließend muss (oder darf) ich sogar noch das Wohnzimmer besichtigen, das traditionell malayisch eingerichtet ist. Ich bin ganz selig weil ich mich am Nachmittag so gar nicht wohlgefühlt habe in dieser Stadt und dann am Abend so herzlich und freundlich umsorgt werde. Als es danach immer noch ohne Ende schüttet, fährt mich die Besitzerin unter Protesten meinerseits schließlich zu meinem Guesthouse – weil das geht ja gar nicht dass ich ganz allein im Dunkeln und bei dem Regen heimgehen muss. Unglaublich wirklich!!! Im Guesthouse sitzt auch die ganze Familie der Besitzer vor einem Mini-Fernseher und freut sich als ich komme – total süß.

(written by Vroni) 

Angie & Micha berichten: KL Hop-on Hop-off & more birds

Nach einem ausgiebigen Frühstück, dass wir auch viel mehr genossen haben als am Montag, haben wir den Plan vom Vortag aufgegriffen und sind mit dem „Hop-On Hop-Off“ Bus durch KL gefahren. Der Bus fuhr direkt gegenüber vom Hotel los. So konnten wir doch noch ein bisschen Sightseeing aus dem Zwangsaufenthalt rausholen. Am Palast des Sultans von Malaysia hat der Bus sogar eine 10 Minuten Pause eingelegt und man konnte aussteigen, um Fotos zu machen. Den nächsten Stop haben wir dann beim Vogelpark eingelegt. Dort haben wir uns einen schönen Vormittag gemacht und sind durch den Park spaziert. Es gab einiges zu sehen, allerdings war es so unglaublich heiß, dass man um jedes bisschen Schatten durch Bäume froh war. Es war natürlich auch seltsam, die Vögel, die man vorher in freier Natur gesehen hatte, wie z. B. den Hornbill jetzt im gefühlten viel zu kleinen Käfig umher flattern zu sehen. In Freiheit gefallen mir Tiere einfach viel besser.

Palast des Sultans

KL Bird Park

Grüner Papagei

Mandarinente

Storch bei der Mittagspause

Überall "More Birds"

Der Hornbill im Vogelpark

Vom Vogelpark sind wir dann noch die Rundtour weitergefahren ohne auszusteigen. Wirklich viel gab es nicht zu sehen, außer die Twin Towers. Ansonsten besteht KL wirklich fast nur aus Malls. Ich frage mich wirklich, woher die Leute das ganze Geld haben, um soviel einzukaufen oder ob die Malls genauso schnell wieder geschlossen werden wie sie eröffnet werden.

Nach der Bustour war bei mir die Urlaubslaune einfach fort. Ich wollte nach Hause!

KL Petronas Towers von unten

Nach dem Abendessen orderten wir uns ein Taxi und fuhren zum Flughafen. Diesmal war der Fahrer indischer Abstammung und er hatte entsprechende indische Musik auf voller Lautstärke laufen. Ich fand das total cool und hab innerlich das Todo „Taxi Fahrt in Neu Dehli“ abgehakt. Viel anders kann das auch nicht sein.

Am Flughafenschalter der Lufthansa standen unglaublich viele Menschen, was uns sehr wunderte, da wir schon sehr früh am Flughafen waren. Das Rätsel löste sich sehr schnell auf. Die Menschen waren die Pasagiere vom Flug nach Deutschland vom vorherigen Tag. Deren Maschine war nämlich wegen technischer Probleme nicht geflogen. Also hatten wir wieder Glück im Unglück, dass wir nicht schon auf Montag den Rückflug gebucht hatten. Wir wären Montag nicht nach Hause gekommen.

Bei den diversen Sicherheitskontrollen durfte Angie ungefähr allen erklären, dass ihr Reisepass gestohlen wurde und wie und wo es passiert ist. Irgendwann haben wir dann tatsächlich das Gate erreicht. Wegen dem Flug, der zwei Stunden vor unserem Flug dazwischen geschoben wurde, verzögerte sich auch unser Boarding bis nach Mitternacht.

Gleich geht es nach Hause

(written by Micha)

Montag, 30. März 2015

Vroni berichtet: Aufregende Dschungelwanderung zur Rafflesia und Besuch der Teeplantagen in den Cameron Highlands

Nach dem Frühstück im Cafe beim Hostel werde ich für meine gebuchte Dschungelwanderung zur Rafflesia von dem Guide Navid in einem uralten Landrover- Jeep abgeholt. Noch zwei Mädls aus Neuseeland wandern mit. Wir fahren wieder ziemlich weit runter, es ist auch wieder 10°C wärmer als oben in den Bergen. Die Wanderung ist super cool und wild – der Weg wird immer schmaler, führt über wacklige Brücken und durch kleine Bäche. Die Mädls sind nicht besonders gesprächig, aber ich genieße die Natur und die Geräuschkulisse des Regenwalds. Nach 2 Stunden auf und ab erreichen wir die Rafflesia – es sind sogar 2 „Blüten“ direkt nebeneinander. Der riesige rote Pilz wirkt wie ein Fremdkörper im grünen Dschungel rundherum. Wir schießen fasziniert Fotos – und nach einer kurzen Pause geht es den gleichen Weg zurück. Eine der neuseeländischen Mädls hat nur Sandalen an, zwischen ihren Zehen beißen immer wieder kleine Blutegel an, die sich aber zum Glück leicht wieder entfernen lassen. Die letzte halbe Stunde der Wanderung schüttet es wie aus Eimern, ich bin froh um meinen Plastik-Tüten- Poncho – aber bei 30°C ist es auch nicht besonders angenehm eine Plastik-Tüte zu tragen und so bin ich auf jeden Fall nass, als wir zurück beim Jeep sind. Für die Rückfahrt mit dem alten Landrover hätte ich meine Plastik-Tüte mal besser angelassen, es tropft durchs löchrige Dach und die undichten Türen :-) - aber es ist immer noch warm, also alles halb so schlimm.

Rafflesia

Zum Mittagessen gehen wir in ein indisches Kantinen- Restaurant. Vom Buffett nehme ich mir nach der Vroni- Methode einfach ein bisschen von allem Vegetarischem und es schmeckt super gut. Zurück in Tanah Rata nehme ich mir noch ein Taxi zur Teeplantage – der Taxifahrer, ein älterer Herr ist total nett, erzählt mir während der Fahrt nette Geschichten und gibt mir noch eine in Zeitungspapier eingewickeltes, indisches Dessert – was sich einfach als Reisnudeln rausstellt, die man mit Zucker bestreut und isst. Ich wandere ein wenig durch die Teeplantage – zwei junge muslimische Pärchen machen begeistert Fotos von mir und anschließend gibt es noch Tee im Cafe der Teeplantage – aber Schwarztee schmeckt mir leider auch nicht mitten in einer Teeplantage.

Teeplantage

Zum Abendessen suche ich mir zur Abwechslung ein indisches Restaurant ;-) - es gibt verschiedene vegetarische Gerichte auf Bananenblatt. Schmeckt genial! Ein junger Deutscher, der auf Weltreise ist, setzt sich zu mir an den Tisch und erzählt mir von seiner Reise. Ich freu mich, nicht allein essen zu müssen und gemütlich noch ein Bierchen zu trinken. Allerdings muss ich jetzt im Dunkeln zurück, bei den vielen komischen Gestalten die hier rumhängen ist mir ein wenig unwohl zu Mute. Im Hostel treffe ich wieder die Mädels mit denen ich den gestrigen Abend verbracht habe und wir ratschen noch – bis mir fast die Augen zufallen.

(written by Vroni)

Angie & Micha berichten: Die Sprache der Bürokratie ist international

Wir sind ganz früh um 6:30 aufgestanden und um 7 direkt zum Frühstück. So richtig Hunger hatte keiner, da wir ja noch unsicher waren, ob wir das wirklich alles erfolgreich schaffen werden, was wir für diesen Tag vor hatten. Vom Hotel sind wir zum nächsten Taxistand gelaufen, aber der Fahrer wollte wieder nicht nach Taxameter fahren und so richtig klar, wohin er uns fahren soll, ist es ihm wohl auch nicht. Da ich keine Nerven hatte, groß mit ihm zu handeln, sind wir für 25 RM dann doch recht fix und zielstrebig zur deutschen Botschaft gefahren. Die Botschaft sitzt im 26. Stock in einem Bürogebäude. Die Security lässt uns erst mal nicht rein und meint, dass wir erst ab 9 rein dürfen. Nach einiger Diskussion kommen wir dann irgendwann rein.

Die Botschaft hat auch oben malaysische Security, bei der ich mein Handy abgeben muss. Der Mann am Schalter in der Botschaft sieht asiatisch aus, aber antwortet auf meine englische Ansprache deutsch. Zuerst gibt es wieder ein bisschen Verwirrung, der Mann denkt, Angie will einen neuen Reisepass, den er aber nicht ausstellen kann. Wir können das schnell klären und nach ca. einer Stunde und diversen Unterschriften und Dokumenten bekommt Angie ihren vorübergehenden Reisepass als Ausreisedokument.

Deutsche Botschaft in KL: Der neue (vorläufige) Reisepass

Unten im Botschaftsgebäude ist ein kleines Cafe, in dem wir einen Kaffee getrunken haben. Nachdem ich Rahdia, der Frau vom Reisebüro, getextet habe, kommt sie nach wenigen Minuten zu uns. Zusammen fahren wir nach Putrajaya, dem Regierungsbezirk von Malaysia, mit dem Taxi, das sie für uns besorgt hat.

Nach ca. 30 Minuten Fahrt und einer kurzen Abhandlung über unseren bisherigen Urlaub und einem tollen und lustigem Gespräch zwischen Radhia, dem Taxifahrer und uns sind wir super schnell da. Im Imigresen (= Einwanderungsbehörde) ist es erst mal sehr voll, aber auch da navigiert Rahdia uns ganz schnell durch. Es ist eigentlich genauso wie in Deutschland: am Schalter vorsprechen, Nummer ziehen, warten, bis die Nummer aufgerufen wird, dem Beamten erklären, worum es geht, zur Zahlstelle gehen und 100 RM bezahlen und dann zurück zum Schalter und den "Special Pass" abholen, den der Beamte an den temporären Pass tackert. Das Dokument sieht jetzt lustig aus: Temporärer Pass im Format des alten Führerscheins („Rosa Lappen“) und DIN A4 Seite dran getackert. Das passt vom Format in keine Tasche. Wir verstauen die Sachen natürlich super sicher. Noch mal wollen wir in diesem Urlaub nicht herkommen.

Um kurz nach 11 sind wir fertig. Weltrekord! Ein riesiger Stein fällt uns vom Herzen. Wir haben überglücklich noch ein Selfie vor der Behörden mit Rahdia und uns beiden gemacht und haben es geschafft!

Putrajaya Imigresen Selfie mit Radhia

Radhia hatte noch Zeit und führte uns in Putrajaya umher. Es ist dort komplett anders als in KL. Menschenleere Straßen, die Gebäude, Straßen und Wege sehen alle aus, als ob sie in den letzten 10 Jahren gebaut wurden. Die Straßen sind breit und mehrspurig und kaum ein Auto fährt drauf. Das ist sehr seltsam für Montag, wo in Kuala Lumpur das blanke Chaos herrscht. Wir haben einige Regierungsgebäude gesehen und liefen eine große Straße vom Imigresen runter in Richtung einer riesigen Moschee. Um reingehen zu dürfen musste sich Angie einen roten Umhang überziehen. Radhia meinte, dass sie jetzt mein Rotkäppchen wäre. Ich muss lachen, sie sieht wirklich so aus. Neben der Moschee ist der Präsidentenpalast, den man zwar nicht besuchen kann, aber der auch von außen schön aussieht. Wir haben dann noch ein paar Fotos gemacht und sind dann zurück gefahren. Es hat auch zurück wieder super gut geklappt, für ca. 75 RM bis vor's Hotel.

Putrajaya

Moschee in Putrajaya

Palast des Präsidenten von Malaysia

Vor dem Hotel mussten wir uns dann von Radhia verabschieden. Sie hat uns so toll geholfen und war so nett und einfach toll. Für ihre Hilfe wollte sie gar kein Geld und es gab auch keine Rechnung von ihrer Agentur. Wir haben ihr dann Trinkgeld gegeben. Sie wollte es überhaupt nicht annehmen, aber mit viel zureden nahm sie es dann doch. Nach einer dicken Umarmung fuhr sie dann mit dem Taxi zum Büro, in dem sie arbeitet, zurück.

Nach der vielen Aufregung sind wir beide in ein Koma gefallen. Wir hatten erst noch Pläne für den Montag Nachmittag, aber der Stress und die Sorge, ob alles klappt, hat uns beide schon schlecht schlafen lassen.

Am Abend sind wir schön arabisch essen gegangen und haben festgestellt, dass der Nachtmarkt in Chinatown jeden Tag ist und jeden Tag schon am frühen Nachmittag öffnet und am frühen Abend gegen halb 10 die Stände schon wieder schließen bzw. abbauen.

Später abends wollten wir noch ein Bier im Hotel trinken, aber die machten schon zu als wir ankommen waren. Daher gingen wir zurück auf's Zimmer und tranken zwei von den „Gayana Tiger Bieren“, die eigentlich am Sonntag Morgen in Frankfurt getrunken werden sollten.

(written by Micha)

Sonntag, 29. März 2015

Vroni berichtet: Auf dem Weg die Cameron Highlands

Nach dem Frühstück mit Angie und Micha heißt es Abschied nehmen und ich mach mich auf den Weg zum Busbahnhof. Nach dem aufregenden gestrigen Tag hatte ich mir weder ein Ticket besorgt, noch einen Fahrplan gecheckt – was aber tatsächlich gar kein Problem ist. Schon am Ausgang der nächstliegenden Monorail- Station zum Busbahnhof gibt es einen Busticket- Schalter und der Weg dorthin lässt sich quasi nicht verfehlen. Nach stressigem Herum- Geirre im dunklen und stickigen Busbahnhof - mein Bus sollte schon in 5 min abfahren - finde ich dann den richtigen Bussteig. Ich will schon einsteigen, frage sicherheitshalber nochmal nach – zum Glück. Das ist nicht mein Bus – ob und wann meiner kommt kann mir keiner sagen.... Nach 15 min kommt ein neuer Bus und das ist tatsächlich der in die Cameron Highlands. Der Bus ist der absolute Hammer – mit SuperDeluxe Sitzen (extra breit und sehr komfortabel) geht es nach nochmal 20 min Wartezeit los. Die Mitfahrer sind Einheimische und Touristen, der Busfahrer ist indisch-stämmig und es läuft laute Hindu- Musik. Die AC läuft auf höchster Stufe, bald ziehe ich mir meinen Flecce drüber und mein Tuch wickle ich mir an die muslimischen Frauen angepasst um meinen Kopf, um nicht zu erfrieren. Die Busfahrt geht schnell über die Autobahn durch endlose Palmölplantagen. Nach 2 Stunden verlassen wir die Autobahn und fahren eine enge, kurvige Straße aufwärts in die Highlands. Viele Einheimische fahren für einen Wochenendausflug in die kühlen Berge, so ist die Straße entsprechend voll und die Fahrt recht aufregend – aber landschaftlich super schön! An den ersten Tee- Plantagen vorbei erreichen wir schließlich Tanah Rata. Der Bus hält einfach an der Hauptkreuzung – Busbahnhof braucht´s anscheinend nicht. Das Dorf ist aber nicht groß, ich kann mich schnell orientieren, nur die lästigen Verkäufer die mir eine Unterkunft aufschwatzen etc wollen, muss ich abwimmeln. Im Hostel, Fathers Guesthouse, eine typische Backpackerunterkunft, werde ich von einem LadyBoy an der Rezeption empfangen. Das Hostel ist cool, die Leute freundlich und beim anschließenden Tee sitze ich nicht lang allein am Tisch. Zum Abendessen gehe ich ins Dorf, was auf den ersten Blick eher unsympatisch wirkte und sich jetzt auch bestätigt – einige dubiose Gestalten glotzen mich an und wohlfühlen tu ich mich als Frau allein hier nicht. Viel zu sehen gibt es hier auch nicht, ich gehe die Hauptstraße einmal auf und ab (in ca. 5min :-)) und esse in einem kleinen Restaurant gebratene Nudeln. Mit ein, zwei Tiger mach ich´s mir im Hostel gemütlich, das Dorf meide ich im Dunkeln lieber. Es dauert nicht lange dann ergeben sich nette und lustige Gespräche mit anderen Reisenden. Schlafen kann ich im Stockbett des 10er Dorms erstaunlich gut.

(written by Vroni) 

Angie & Micha berichten: Schweizer Asyl in Kuala Lumpur

Zuerst mussten wir etwas zum Frühstück finden, da es im Gold Tree Hotel kein Frühstück gab. Der angestrebte Starbucks hatte um 9 noch zu. Wir sind stattdessen in einen anderen Kaffeeladen gegangen, der hatte aber leider kein „richtiges“ Frühstück. Also gab es Egg Toast und wahlweise Erdnussbutter Toast (leider salzig :( ). Aber der Kaffee war gut. Nach dem Frühstück mussten wir uns schon wieder von Vroni verabschieden, da sie sich zum Bus aufmachen wollte.

Gegen halb 11 haben wir uns dann mit Rahdia, der Frau von der Reiseagentur, getroffen. Sie hatte Probleme eine Unterkunft zu finden, wegen dem Formel 1 Rennen am Wochenende in Kuala Lumpur. Es gab trotzdem 3 Optionen und nach viel hin und her entschieden wir uns für das Swiss Inn Hotel in Chinatown. Sie hat dann angeboten, uns zu den malaysischen Behörden zu begleiten und uns am Montag zu treffen, wenn wir bei der deutschen Botschaft fertig sind.

Wir entschieden uns dann direkt zum neuen Hotel zu fahren. Nach viel Diskussion mit diversen (teilweise sehr unfreundlichen) Taxifahrern fanden wir einen Taxifahrer, der nach Taxameter fahren wollte. Nach einer kurzen Taxifahrt erreichten wir unsere neue Unterkunft. Das neue Hotel war ganz zauberhaft und die Rezeption im Swiss Inn hat den Check In in weniger als 5 Minuten absolviert, obwohl Angie keinen Pass hatte. Im Hotel war das Zimmer noch nicht für uns fertig, also suchten wir das hoteleigene Restaurant auf. Es gab sehr leckeres Essen und Formel 1 im Fernsehen. Auch eine Sache, die man mal gemacht haben sollte: Formel 1 Rennen Malaysia in Kuala Lumpur im Fernsehen anschauen.

Abends hat es dann geregnet, so das wir nicht mehr soviel in Chinatown erkunden konnten. Der Nachtmarkt war sonntags scheinbar den ganzen Tag und wir haben noch ein paar Kleinigkeiten geshoppt und unser Verhandlungsgeschick auf malaysischen Märkten perfektioniert. Auf dem Weg haben wir weitere Handtaschen Verluste nachgekauft: flip flops & Sonnenbrille, sowie T-Shirts für mich. Die neu gelernte Methode, bei stagnierender Verhandlung die Sachen zurückzulegen, funktioniert treffsicher. Wahrscheinlich ist der Preis, den wir gezahlt haben, immer noch viel zu hoch, aber das Gefühl bei so einer Verhandlung "gewonnen" zu haben, ist ein ziemlich cooles. Nach 2 tagen KL waren wir Marktprofis.

Jalan Petaling Nachtmarkt vor dem Hotel

Nach dem Markt haben wir noch ein Tiger im Hotel auf unsere schöne neue Unterkunft getrunken und rekapituliert, dass wir es gut getroffen haben. Glück im Unglück! Chinatown hat uns viel besser gefallen als der Stadtteil, in dem wir am Samstag waren. Weniger Menschen auf der Straße, die viel netter waren und gut englisch gesprochen haben, überall gab es Alkohol zu kaufen!

Tiger im neuen Hotel

Allerdings sind wir dann auch früh ins Bett gegangen, da wir ja Montag einen langen Tag vor uns hatten.

(written by Micha)

Samstag, 28. März 2015

Kuala Lumpur und die teuerste Cola unseres Lebens

Um 8 Uhr treffen wir uns zu unserem letzten gemeinsamen Frühstück. Leider hat die Buchung des Late Check out nicht geklappt, so dass wir sehr lange am Frühstückstisch sitzen und diskutieren, wie wir den Tag verbringen und wohin wir unser Gepäck stellen sollen. Außerdem wollen wir gerne vor dem Flug, der erst heute Nacht geht, noch einmal duschen. Vroni checkt schon mal im Hotel gegenüber ein. Sie bleibt noch länger hier und erkundet in den nächsten Tagen die westmalaysische Halbinsel. Gegen elf starten wir dann. Die Koffer können wir beim Concierge des Hotels abgeben, die Wertsachen, die wir nicht mit in die Stadt mitnehmen wollen, lagern wir bei Vroni ein. Unsere erste (aber nicht die letzte!) Herausforderung des Tages sind die Batu Caves, eine Tempelanlage etwas außerhalb der Stadt und Pflichtprogramm für jeden KL-Tourist. Zunächst fahren wir mit der Monorail bis KL Sentral, also dem Hauptbahnhof. Von hier aus geht es mit einer U-Bahn weiter bis zu den Caves. Die U-Bahn ist auf gefühlte 15 Grad Celsius runterklimatisiert und uns ist schon kühl. 25 Grad wären hätten ja auch gereicht... Die Batu Caves sind Hinduschreine, die seit 1892 in den bis zu 400 m langen und 120 m hohen Höhlen für verschiedene Götter der Hindus (z. B. Shiva) errichtet wurden. Aber bevor man die Höhlen erkunden kann, muss man die 272 Stufen erklimmen, die in das Höhlensystem führen. Und das bei geschätzten 35 Grad Celsius in der wärmsten Mittagssonne. Kurz keimt der Gedanke auf, nur von unten zu fotografieren, aber letztlich sind wir alle der Meinung, wenn wir schon einmal da sind, dann müssen wir auch hoch. Jessi und Angie kriegen noch ein Tuch um die Hüfte gewickelt, da ihre Hosen zu kurz für einen Besuch beim Hinuschrein sind. Und dann geht's los. Hab ich schon erwähnt, dass ich Treppen steigen überhaupt nicht mag??? Zum Glück bietet einen die Aussicht immer eine Ausrede, um kurz eine Fotopause zu machen. Links und rechts lauern schon die Affen, die natürlich auch für Unterhaltung sorgen. Endlich oben genießen wir erst einmal den fantastischen Ausblick über die Stadt. In der Ferne kann man die Petronas Twin Towers und den KL Tower sehen. Auch das Höhlensystem ist beeindruckend. Zwischen den Touristen laufen unbeirrt Affen und auch Hühner herum.

Batu Caves

Batu Caves

272 Stufen gilt es zu bewältigen

Batu Caves

Batu Caves Selfie

Wir wollen hoch hinaus!

Etappenziel

Etappenziel

Geschafft!

Batu Caves

Batu Caves

Batu Caves

Batu Caves

Aussicht von den Batu Caves - im Hintergrund die Petronas Twin Towers und der KL Tower

Batu Caves

Mit der kalten U-Bahn geht es zurück zur Zentralstation. Da wir eine Kleinigkeit essen wollen, uns aber nicht lange mit der Suche nach einer passendem Location aufhalten wollen, entscheiden wir uns kurzerhand für Fastfood. Plötzlich fällt Angie auf, dass ihre Tasche verschwunden ist. Wir suchen das gesamte Lokal ab, fragen bei den Mitarbeitern und Gästen, aber niemand hat etwas gesehen. Jeder von uns schaut noch mindestens drei mal unter unserem Tisch nach, als würde die Tasche da plötzlich auftauchen. Tut sie aber nicht. Die Pommes sind vergessen; wir überlegen, was wir als nächstes machen sollen. Wir sind am Hauptbahnhof mit angeschlossener Shopping Mall in Kuala Lumpur, es tummeln sich tausende Menschen hier. Die Chance, die Tasche wieder zu finden, ist gleich null. In der Tasche befand sich das Handy, die digitale Spiegelreflexkamera, die sich Angie erst Ende 2014 gekauft hatte und außerdem ihr Reisepass. Und heute Nacht geht unser Rückflug nach Frankfurt. Wir laufen zur Polis, die hier in dem Einkaufszentrum auch gleich ein Büro hat, um eine Anzeige aufzugeben. Während Angie und Micha auf der Polizeidienststelle sitzen und erklären, was passiert ist, beginnen wir anderen draußen damit, die Deutsche Botschaft und unseren Reiseveranstalter anzurufen, um hier gegebenenfalls noch Hilfe zu erhalten. Die Deutsche Botschaft in Kuala Lumpur hat eine Notrufnummer, unter der wir einen Mitarbeiter erreichen, der sich sofort informiert, welche Möglichkeiten es für Angie gibt, ohne Reisepass Malaysia zu verlassen. Die Aufnahme des Polizeiberichts dauert bestimmt eineinhalb Stunden. Die Polizisten sind offensichtlich überfordert bzw. auch nur mäßig interessiert daran, den Bericht zu verfassen. Man könnte meinen, dass Taschendiebstähle in einer Shopping Mall in KL eine Seltenheit sind... Draußen telefonieren wir derweil wieder mit der Deutschen Botschaft. Es gibt schlechte Nachrichten: Angie könnte zwar in Deutschland einreisen, aber die Ausreise wird wahrscheinlich heute nicht funktionieren. Trotzdem sollen wir Passbilder machen gehen, damit notfalls doch noch ein Ersatzdokument erstellt werden kann. Also laufen wir durch die Mall auf der Suche nach einem Fotoautomaten. Zum Glück gibt es hier einen Laden, der Fotoausrüstung verkauft und auch biometrische Bilder macht. Aber dann kommt die endgültige Absage von Seiten der Botschaft. Heute (am Samstag) ist in Kuala Lumpur niemand zu erreichen, der ein Ersatzdokument ausstellen kann. Erst am Montag wieder. Alles betteln und hoffen nützt nichts, Angie muss ihren Aufenthalt hier wohl noch unfreiwillig verlängern. Ebenfalls über eine Notfallhandynummer erreichen wir unseren Reiseanbieter a&e Erlebnisreisen. Die Mitarbeiterin hier kümmert sich sofort und teilt uns mit, zu welchen Konditionen der Flug umgebucht werden kann, dass sie sich natürlich um eine Unterkunft kümmert und auch, dass sie Angie bei Bedarf eine Mitarbeiterin der örtlichen Partneragentur an die Seite stellen kann, die sie bei den nötigen Behördengängen unterstützen kann. Irgendwann fahren wir zurück in unser Hotel, um von hier das weitere Vorgehen organisieren zu können. In der Hotelbar lassen wir uns nieder und hoffen nur auf eine erfrischende Cola. Es wird wohl die teuerste Cola unseres Urlaubs, wenn nicht gar unseres Lebens (ich bin nicht  mehr sicher, aber ich denke, dass eine Cola so an die 4 € gekostet hat), aber wir genießen sie nach diesem aufregenden Tag umso mehr. Micha beschließt, dass er mit Angie hier bleibt, damit sie die fehlenden Dokumente gemeinsam organisieren können. Es werden Anrufe nach Deutschland getätigt, die Arbeitgeber informiert und für die Nacht bekommen Micha und Angie ein Zimmer in dem Hotel gegenüber, in dem auch Vroni heute Nacht schläft. Es ist mittlerweile später Nachmittag und unsere planmäßige Zeit in Malaysia neigt sich dem Ende. Langsam kehrt wieder etwas Ruhe ein, nachdem klar ist, dass wir nur zu dritt den Rückflug antreten. In den Zimmern von Vroni, Micha und Angie können wir uns noch einmal duschen und für den Flug vorbereiten. Allerdings naht damit auch die Zeit des Abschieds. Bei einem letzten gemeinsamen Tiger, welches ebenfalls sehr teuer ist, sehen wir die Sache schon mit etwas Galgenhumor. Um 22 Uhr werden Roland, Jessi und ich abgeholt. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, nur zu dritt am Flughafen zu stehen. Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben haben, machen wir uns auf die Suche nach einem Abendessen. Dabei geraten wir in eine Masse aus kreischenden Teenies. Es scheint so, dass gerade eine Berühmtheit hier am Flughafen unterwegs ist. Vielleicht Sebastian Vettel? Immerhin ist morgen der Grand Prix von Malaysia. Jessi fragt nach, aber es scheint wohl jemand zu sein, der eher regional bekannt ist. Leider haben mittlerweile fast alle Essensstände zu oder sie bieten nur noch Getränke an. Und so landen wir notgedrungen wieder bei Fast Food. Eine Tradition, die wir beim nächsten Urlaub nicht unbedingt aufrecht erhalten müssen. Ich hab gar keinen großen Hunger und noch weniger Appetit auf Burger und Pommes (schon wieder). Daher bin ich sehr glücklich, als ich auf der Leuchttafel sehe, dass es hier eine Mushroom-Potatoe-Soup gibt. Das hört sich perfekt an und schmeckt auch ganz gut.

Champignon-Kartoffel-Suppe als Fast Food

Vom Hauptterminal fahren wir mit dem Aerotrain, einem vollautomatischen und fahrerlosen kleinem Zug zum Satellite Terminal, von welchem die Langstreckenflüge abgefertigt werden. Die 13 Stunden Flug vergehen recht schnell. Noch vor dem Essen bin ich eingenickt. Am 29.03. landen wir gegen halb neun in Frankfurt. Entgegen der Tradition gibt es auch kein gemeinsames Abschiedsbier, weil Jessi und ich gleich noch Auto fahren müssen. Und dann ist er da, der Moment, in dem ich mich auch von Jessi und Roland verabschieden muss. Aber diesmal ist es ja sicher, dass wir uns bald wieder sehen, um die nächste Reise zu planen.

Zurück in Frankfurt - leider nur zu dritt

Vroni, Angie & Micha berichten:
Nach dem Abschied sind wir erst mal etwas Essen gegangen. Diesmal in die andere Richtung (rechts) die Straße runter. Dort gab es aber nur eine riesige Ansammlung von Nobel-/Luxus-Einkaufsläden. In einer Seitengasse fanden wir den süßen Food Court 33. Hier gab es ganz viele Stände mit unterschiedlichstem Essen, der Hawker Market, den wir bisher verpasst haben. Ein sehr nette Frau machte uns gebratene Nudeln und für mich Nasi Goreng (spicy). Die Frau konnte besser englisch als die Polizei in der Mall und die Rezeption im 4 Sterne Hotel. Außer uns waren nur Einheimische dort, die gebannt „Game of Thrones“ geguckt haben. Die drei Essen gab es für 15 RM und als Vroni ihr 4 RM Trinkgeld gegeben hat, dachte sie erst Vroni hat sich verzählt. Als sie verstanden hatte, dass es Trinkgeld war, hat sie sich ganz doll gefreut. Wir sind dann noch in den 7/11 und haben uns Bier gekauft um dann noch einen schönen Abend zu dritt im kleinen Zimmer mit Musik zu haben.

(written by Micha)

Auf dem Food Court

Freitag, 27. März 2015

Pulau Lankayan - Sandakan - Kuala Lumpur

Der Wecker klingelt um 05:30 Uhr, weil das einzige Boot von Lankayan zurück nach Sandakan um 07:00 Uhr abfährt. Der Sonnenaufgang macht uns den Abschied noch einmal richtig schwer. Die Stimmung auf dem Boot ist sehr ruhig, zum einen, weil wir alle noch ein wenig müde sind, zum anderen schleicht sich aber zumindest bei mir auch schon der eine oder andere wehmütige Abschiedsgedanke ein.

Abschied vom Paradies

Abschied vom Paradies

Abschied vom Paradies

Am Pier erwartet uns Rahman wieder. Da unser Flug nach Kuala Lumpur erst später geht, nutzen wir noch die Zeit und machen eine kurze Tour durch Sandakan. Zunächst besichtigen wir den Tempel der Che Siang Khor Moral Uplifting Society, danach geht es in das Kampung (= Dorf) Buli Sim Sim, ein Wasserdorf an der Küste Sandakans. Die Häuser hier sind auf Stelzen gebaut und über Plankenwege miteinander verbunden. Hier leben die Fischerfamilien noch wie zu der Zeit, als die Stadt 1879 entstanden ist. Ein wenig merkwürdig ist es schon, den Leuten direkt Wohnzimmer zu schauen. Nach dem Wasserdorf besuchen wir noch die Markthalle, wo wir ein wenig durchbummeln. Zum Abschluss unserer Minitour durch Sandakan geht es noch zur St. Michael’s and All Angels Church, der ältesten Steinkirche Sabahs. Wir beenden unseren Kurzbesuch in Sandakan im English Tea House, wo wir noch einmal einen tollen Blick auf die Sulu Sea haben und gemütlich im Pavillion sitzen und essen können. Leider gibt es weder Thunfisch, noch Lasagne oder Beef, so dass sich fünf von sechs Leuten ein Alternativgericht auf der Karte suchen müssen, die insgesamt nur ca. 6 Hauptgänge im Angebot hat. Nicht so einfach, aber wir finden für jeden etwas und können so unsere letzten Momente auf Borneo voll auskosten.

Che Siang Khor Moral Uplifting Society Temple

Che Siang Khor Moral Uplifting Society Temple

Aussicht vom Che Siang Khor Moral Uplifting Society Temple

Wasserdorf Buli Sim Sim

St. Michael’s and All Angels Church

English Tea House

Wir müssen uns nun von Borneo und auch von Rahman verabschieden. Für uns geht's zum Flughafen und von da wieder auf die westmalaysische Halbinsel nach Kuala Lumpur. Vom Flugzeug aus haben wir noch einmal einen fantastischen Blick auf die Landschaft Borneos und den Mount Kinabalu.

Borneos Fluss- und Dschungellandschaft

Mount Kinabalu

In Kuala Lumpur werden wir von einem Fahrer am Flughafen erwartet. Die Fahrt zum Piccolo-Hotel in der Innenstadt dauert eine gute Stunde. Als wir unsere Zimmer beziehen, erwartet uns gleich die erste Überraschung: die Zimmer sind sehr offen gestaltet, d. h. es gibt kein abgeschlossenes Badezimmer, sondern nur eine Milchglastür zur Toilette und zur Dusche. Für Gemeinschaftszimmer ist das eher unpraktisch, aber auch dafür finden wir eine Lösung. Wir machen uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal für unser Abendessen. KL ist laut und voller Trubel, überall leuchtet und blinkt es, es sind tausende Menschen unterwegs und wir lassen uns für kurze Zeit mitreißen. Noch während wir die vielen Eindrücke aufnehmen, erklingen plötzlich am Straßenrand die ersten Akkorde von "Sweet Child o' Mine", was Angie mit Gitarrenbegleitung von den Rungus auch im Longhouse gesungen hat. Die Band ist wirklich gut und die Sängerin eine echte Rockröhre. Spätestens jetzt ist das Lied mit auf unserem ganz persönlichen Malaysia-Soundtrack gelandet. Später gibt es endlich mal wieder etwas anderes als lokales Gemüse mit Reis. Burger, Pizza und Spaghetti Carbonara sind heute unsere Favoriten. Und später natürlich noch ein Bier in einer Bar unweit von unserem Hotel. Und ein wichtiger Punkt auf der To-Do Liste wird abgehakt: die Jungs finden Tiger-Shirts, die sie sich gemäß der Tradition, aus jedem Urlaubsland ein Shirt der lokalen Biermarke zu haben, natürlich kaufen.

Unser offen gestaltetes Hotelzimmer

Klar, dass man sich bei einem Namen mit drei (!!!) Buchstaben schon mal verschreibt. Und das, obwohl ich den Name buchstabiert habe!!!

Erste Eindrücke von KL bei Nacht